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Behandlungsschwerpunkte

Harninkontinenz

Als Harn- oder Urininkontinenz bezeichnet man den unfreiwilligen Abgang von Urin. Die Ursachen von Harninkontinenz können sehr vielseitig sein und bedürfen einer detaillierten Diagnostik. Harninkontinenz ist keine Erkrankung des älteren Menschen, es sind auch viele junge Frauen und Männer betroffen.


Harninkontinenz ist ein wichtiges Thema, weil es das tägliche Leben vielfältig beeinflusst. Häufig reduzieren betroffene Menschen ihre Trinkmenge und dursten, körperliche Aktivitäten werden unterlassen, um so Inkontinenzepisoden zu vermeiden. Unterbrechungen der Nachtruhe führen zu ständiger Müdigkeit, Unwohlsein und Erschöpfung.


Blasenschwäche führt oft auch zu psychischen Störungen wie Depressionen, Verlust des Selbstwertgefühls und Angsterkrankungen. Die Patienten haben Angst, ganz die Kontrolle über ihre Blasenfunktion zu verlieren und eine Belastung für andere zu sein. Sie schämen sich, weil sie das Gefühl haben, nach Urin zu riechen. Dies führt zur Einschränkung der sozialen Beziehungen, zu Rückzug von Freunden, Familie und Partner.


3 - 6 von 10 Frauen leiden an Harninkontinenz, doch nicht einmal die Hälfte informiert den Arzt über ihr Leiden. Dies ist insofern schade, da in den meisten Fällen geholfen werden kann.


Arten von Harninkontinenz

  • Belastungsinkontinenz
    Ungewollter Urinabgang bei körperlicher Belastung wie Husten, Niesen, Bücken, Gehen. Meist liegt eine Schwäche des Harnröhrenverschlusses vor. Die Behandlung beinhaltet konservative Therapiemöglichkeiten wie Physiotherapie, Biofeedbacktherapie, Pessarbehandlung oder medikamentöse Therapie, zur operativen Therapie stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. 
  • Dranginkontinenz (= überaktive Blase)
    Häufiger nicht unterdrückbarer Harndrang (auch nachts) mit oder ohne unfreiwilligem Abgang von Urin. Die Ursachen können vielfältig sein, manchmal findet man auch keine Ursache für die Beschwerden. Die Behandlung beinhaltet Physiotherapie, Reizstrombehandlung, Verhaltenstraining und die medikamentöse Therapie.
  • Mischinkontinenz
    Oft treten auch Mischformen aus Belastungs- und Dranginkontinenz auf. Diese bedürfen einer besonders gründlichen Diagnostik.
  • Extraurethralinkontinenz - Fisteln
    Als Folge von Entzündungen, Operationen, Bestrahlungen oder Verletzung können in seltenen Fällen Verbindungen zwischen Blase/Harnröhre/Harnleiter und Scheide entstehen. Folge ist ein ständiger Urinabgang. Die Behandlung ist in der Regel eine operative Therapie, die häufig interdisziplinär (durch Experten verschiedener Fachrichtungen wie Frauenärzte, Urologen und Chirurgen) durchgeführt werden muss.

Stuhl- und Windinkontinenz (Stuhlhalteschwäche), Darmentleerungsstörung (Verstopfung)

Unter Stuhlinkontinenz versteht man den unfreiwilligen Abgang von Stuhl oder Winden aufgrund einer Unfähigkeit des Anus, den Enddarm nach aussen abzudichten. Im Gegensatz dazu besteht bei der Darmentleerungsstörung oft eine chronische Verstopfung mit Völlegefühl.


Beide Erkrankungen haben vielfältige Ursachen - z.B. muskuläre Schwächen im Bereich des Beckenbodens, Senkungen des Enddarms, Defekte oder Verletzungen der Schließmuskulatur, Fisteln und neurologische Erkrankungen. Die Therapie muss für jeden Patienten individuell nach entsprechender Diagnostik festgelegt werden.


In der Behandlung der Stuhl- und Windinkontinenz sowie der Darmentleerungsstörungen kommen konservative Massnahmen wie Ernährungsberatung, Physiotherapie, medikamentöse Therapie, Nervenstimulation und operative Behandlungskonzepte zum Einsatz.

Blasenentzündung/Harnwegsinfektion

Insbesondere beim wiederholten Auftreten von Harnwegsinfektionen (öfter als 3x pro Jahr) führt diese Erkrankung zur erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Da vielfältige Ursachen vorliegen können, ist eine umfangreiche Diagnostik sinnvoll, um eine effektive Therapie einleiten zu können.

Beckenbodenschwäche/Senkungsbeschwerden

Der Beckenboden schließt unsere Bauchhöhle nach unten hin ab. Er besteht überwiegend aus Muskulatur und Haltebändern. Tritt eine Schwäche des Beckenbodens auf; kommt es zum Absinken der im kleinen Becken liegenden Organe (Harnblase, Enddarm, Gebärmutter und Scheide). Die Ursachen dafür sind vielfältig, wie z.B. erbliche Veranlagung, Übergewicht, schwere körperliche Arbeit oder viele Schwangerschaften und Geburten.

 

Beschwerden sind:

  • Fremdkörpergefühl in der Scheide, ggf. mit Vorfall von Gebärmutter oder Scheide
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Blasen- und Stuhlentleerungsstörungen
  • Darmvorfall
  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen

 

Die Therapie der Beckenbodenschwäche schließt eine konservative Therapie mit Physio- oder Pessartherapie sowie häufig die Notwendigkeit einer Senkungsoperation mit ein. Hat eine Patientin trotz Senkung keine Beschwerden, ist eine operative Therapie oft auch gar nicht notwendig.


Eine vorbeugende konservative Therapie ist dann um so wichtiger, um das Fortschreiten der Senkung zu verhindern.

Fisteln

Als Folge von Entzündungen, Operationen, Bestrahlungen oder Verletzung können in seltenen Fällen Verbindungen zwischen Blase/Harnröhre/Harnleiter und Scheide entstehen. Folge ist ein ständiger Urinabgang, genannt Extraurethralinkontinenz.

 

Die Behandlung ist in der Regel eine operative Therapie, die häufig interdisziplinär (durch Experten verschiedener Fachrichtungen wie Frauenärzte, Urologen und Chirurgen) durchgeführt werden muss.


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