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Minimal-invasive Chirurgie

Seit mehr als 20 Jahren setzt die Klinik für Allgemein-, Thorax- und Visceralchirurgie am Klinikum Leverkusen minimal-invasive Operationstechniken ein, die besonders schonend für den Patienten sind.

 

Über Kleineinstiche werden ein Kamerasystem und verschiedene Instrumente in den Körper eingeführt. Die sog. Schlüsselloch-Operationstechnik wurde in den zurückliegenden Jahren ständig weiterentwickelt und ausgebaut, so dass zunehmend Eingriffe im Bauchraum nicht nur minimal-invasiv, sondern mit den weiterentwickelten, noch schonenderen Verfahren durchgeführt werden können.

Vorteile für den Patienten

  • Geringere Wundschmerzen
  • Geringere Beeinträchtigung des Immunsystems
  • Reduziertes Risiko für Entzündungen und Narbenbrüche
  • Minimaler Blutverlust
  • Raschere Genesung
  • Frühere Entlassung aus dem Krankenhaus
  • Deutlich verbessertes kosmetisches Ergebnis (Narben im Bauchnabel fast unsichtbar)

Einsatzmöglichkeiten

Viele Operationen werden mittlerweile minimal-invasiv durchgeführt.

 

Welche Operationsmethode unter Berücksichtigung größtmöglicher Sicherheit und Schonung für Sie in Frage kommt, wird im Rahmen der Sprechstunde ausführlich mit Ihnen besprochen.

 

Unser Leistungsspektrum minimal-invasiv durchgeführter Operationen erstreckt sich beispielhaft auf folgende Organsysteme bzw. Erkrankungen:

Oberer Verdauungstrakt

Speiseröhre

  • Divertikel (Aussackungen)
  • Zwerchfellbruch
  • Gut- und bösartige Tumore


Magen

  • Gut- und bösartige Erkrankungen des Magens
  • Krankhaftes Übergewicht - Adipositaschirurgie

Unterer Verdauungstrakt

Dünndarm

  • Blinddarmentzündung
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung (z. B. M. Crohn)
  • Gut- und bösartige Tumore

 

Dickdarm

  • Divertikelerkrankung
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa und M. Crohn)
  • Gut- und bösartige Tumore

 

Mastdarm

  • Darmvorfall
  • Senkungserkrankung
  • Gut- und bösartige Tumore

Leber und Gallenwegsystem

  • Gallenblasenerkrankungen
  • Metastasenchirurgie
  • Gut- und bösartige Tumore

Thorax

  • Lymphknotenentfernungen
  • Mediastinoskopie
  • Pneumothorax
  • Pleuraempyem
  • Metastasenchirurgie
  • Gut- und bösartige Tumore

Bauchwand

  • Leistenbruch
  • Nabelbruch
  • Narbenbruch

Bauchspeicheldrüse

  • Gutartige Tumore

Milz

  • Entfernung bei Milzvergößerung

NOTES - Fast narbenfreies Operieren

Die Abkürzung NOTES steht für "Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery = Endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen". Diese Methode gehört zu den aktuellsten Entwicklungen in der endoskopischen Chirurgie und fasst neue Operationstechniken zusammen, die eine Kombination aus Endoskopie und Laparoskopie darstellen.


Ziel dieser Entwicklung ist die Minimierung des Zugangstraumas bei laparoskopischen Eingriffen. Es wird fast gänzlich auf Hautschnitte verzichtet, daher bleiben keine oder kaum sichtbare Narben an der Körperoberfläche zurück. Für den Zugang werden natürliche Öffnungen wie Darm, Scheide oder Magen benutzt.


Am Klinikum Leverkusen werden zunehmend Gallenblasenentfernungen (Cholecystektomie) bei Frauen über die Scheide (transvaginal) mit dieser Hybridtechnik mit einem winzigen, nicht sichtbaren Hilfsschnitt in der Nabelgrube durchgeführt.

SILS™ - OP-Technik verhindert sichtbare Narben

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SILS™ ("Single Incision Laparoscopic Surgery = Laparoskopische Chirurgie über einen Zugang) bedeutet die verfeinerte Technik der Schlüssellochchirurgie, bei der man statt mehrerer kleinerer Schnitte nur mehr einen einzigen braucht.

Im Gegensatz zur herkömmlichen laparoskopischen Chirurgie, bei der in der Regel 4 - 5 über das Abdomen verteilte kleine Hautschnitte als Zugang gewählt werden, wird bei der SILS™-Technik nur noch eine Inzision von knapp 15 bis 20 Millimeter vorgenommen. Dieser Hautschnitt wird in der Tiefe des Bauchnabels platziert und führt somit am Ende des Eingriffes zu einer kaum bis nicht sichtbaren Narbe, die im Nabel verschwindet. In den Hautschnitt wird während des Eingriffs ein Spezialtrokar (Operationshülse) mit 3 Arbeitskanälen eingebracht, über den dann z.B. auch eine Darmteilentfernung durchgeführt werden kann.

Seit Juli 2009 führen wir am Klinikum Leverkusen bei gutartigen Darmerkrankungen, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Appendicitis und Tumorerkrankungen des Darms minimal-invasive Eingriffe in SILS™-Technik durch. Aber auch Gallenblasenentfernungen, Zwerchfellbruchverschlüsse und adipositas-chirurgische Eingriffe können über diesen neuen Zugangsweg vorgenommen werden. Mit über 550 SILS™ Colon-Eingriffen (Stand Juni 2013) gehören wir europaweit zu den führenden Kliniken.

daVinci™-Operationssystem

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Im Bestreben die schonungsvollere laparoskopische Chirurgie mit dem dreidimensionalen Sehen in der „offenen“ Chirurgie zu vereinen, ist es zur Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie gekommen.

 

Das daVinci™-Operationssystem besteht (im wesentlichen) aus zwei Komponenten:

  • der eigentliche OP-Roboter mit den Roboterarmen, der am Operationstisch platziert ist, und 
  • dem Arbeitsplatz des Operateurs (der sog. Steuerungskonsole), der im gleichen Raum, wenige Meter entfernt, ist.

Der Operateur steuert von der Konsole aus die (an den Roboterarmen angebrachten) Mikroinstrumente, die über kleine Schnitte in das Innere des Körpers gebracht worden sind. Von dort aus bewegt er die Instrumente mit allerhöchster Präzision, maximaler Bewegungsfreiheit und großer Sicherheit ohne zeitliche Verzögerung.


Wie bei der offenen Operation entscheidet allein der Operateur mit seiner Hand, wo geschnitten und präpariert wird. Computer-assistiert führt der OP-Roboter exakt die Bewegungen des Operateurs im Körper des Patienten aus (Es läuft also kein automatisiertes Computerprogramm ab).


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