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14.05.2018

Patientenschutz als „Herzensangelegenheit“

Patientenschutz als „Herzensangelegenheit“

Hygiene fängt bei den Händen an. Wie man sich und andere vor Krankheitserregern schützen kann, erfuhren die Besucher des „Aktionstags Händehygiene“ im Klinikum Leverkusen.

Unsere Hände sind für Krankheitserreger ein wahres Paradies: Etwa auf Türklinken oder Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln können sich die Erreger rasend schnell vermehren. Die Hände sind somit der häufigste Übertragungsweg von Krankheiten. Ist das menschliche Immunsystem gesund, wird es in der Regel mit den Erregern fertig. Aber gerade bei kranken Menschen sieht dies anders aus, da ihre körpereigene Abwehr geschwächt ist.

Der jährliche internationale „Aktionstag Händehygiene“ der Weltgesundheitsorganisation hat zum Ziel, Beschäftigte im Gesundheitswesen, aber auch Patienten und eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Im Klinikum Leverkusen fand dieser Aktionstag heute zum elften Mal statt – mit tatkräftiger Beteiligung des hauseigenen Hygieneteams und der Gesundheits- und Krankenpflegeschüler. An verschiedenen Informationsständen und im Rahmen von Patientenbesuchen gaben sie zahlreichen Interessierten kompetent und ausführlich Auskunft darüber, wie man sich und andere vor der Übertragung von Krankheiten schützen kann. An erster Stelle steht dabei die häufige, gewissenhafte Händedesinfektion. Wird sie von allen Personen mit Patientenkontakt ordnungsgemäß umgesetzt, kann damit die Rate von Krankenhausinfektionen um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. „Es muss uns immer eine Herzensangelegenheit sein, unsere Patienten zu schützen“, betonte Prof. Dr. Stefan Reuter, Vorsitzender der Hygienekommision im Klinikum. „Die fünf Momente der Händehygiene – vor und nach dem Patientenkontakt, nach Berühren der Patientenumgebung, vor aseptischen Tätigkeiten und nach Kontakt mit verunreinigten Utensilien – muss hier jeder herunterbeten können.“

Bronzezertifikat der Aktion „Saubere Hände“


Chefarzt Prof. Dr. Reuter präsentierte das Bronzezertifikat der „Aktion Saubere Hände“, welches das Klinikum vor Kurzem erhalten hat (www.aktion-sauberehaende.de), und dankte allen Mitarbeitern für ihr Engagement. Zu den Kriterien, die für das Zertifikat erfüllt sein müssen, gehören zum Beispiel eine adäquate Ausstattung mit Händehygiene-Spendern im gesamten Krankenhaus, eine Lenkungsgruppe für regelmäßige Qualitätskontrolle sowie Fortbildungen und Aktionstage.

Birgit Künanz, Leiterin des Leverkusener Gesundheitsamts, sagte: „Ich freue mich sehr darüber, dass das Thema Händehygiene hier im Klinikum so hoch aufgehängt ist.“ Sie erinnerte an Ignaz Semmelweis, der im Jahr 1847 als einer der ersten erkannte, dass die Hände in der Kette der Übertragungswege eine entscheidende Rolle spielen. Der deutsch-ungarische Arzt verordnete den Einsatz einer Chlorkalk-Lösung für die Handwäsche. Daraufhin sank die Sterberate aufgrund von Kindbettfieber von 18 % auf 2 %.

Heute werden zur Händehygiene moderne Lösungsmittel in speziellen Spendern verwendet, die im Klinikum Leverkusen überall auf kürzestem Wege zur Verfügung stehen – um Keimen und Co. so schnell wie möglich den Garaus zu machen.

zum Bild:

Präsentieren das Bronzezertifikat der Aktion Saubere Hände (v.l.): Christoph Liebelt, Gisela Kasper, Brigitte Müller (Hygieneteam des Klinikums Leverkusen), Prof. Dr. Stefan Reuter (Vorsitzender des Hygieneteams), Priv.-Doz. Dr. Jürgen Zumbé (Ärztlicher Direktor des Klinikums Leverkusen) und Birgit Künanz (Leiterin des Gesundheitsamt Leverkusen).

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