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Sicherheit & Qualität für unsere Patienten

Patientensicherheit ist das Produkt aller Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Patienten vor vermeidbaren Schäden in Zusammenhang mit der Heilbehandlung zu bewahren. Die Patientensicherheit ist einer der wichtigsten Bestandteile der Qualitätssicherung in der Medizin.


In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, dass organisierte Strukturen und regelmäßige Abläufe die hohe Qualität im deutschen Gesundheitswesen zusätzlich verbessern können.


Wir am Klinikum Leverkusen verstehen Patientensicherheit als einen Prozess, der täglich weiterentwickelt werden muss. Neue Erkenntnisse in der Hygiene müssen in die aktuellen Standards einfließen, Änderungen der Infrastruktur und des Personals müssen ebenso berücksichtigt werden wie neue medizinische Erkenntnisse.
Auch Ihre Mithilfe als Patientin / Patient ist uns wichtig. Auch Sie können etwas für Ihre Sicherheit beitragen. Zusätzlich führt konstruktive Kritik führt zur Verbesserung der Patientensicherheit.

Risikomanagement und Fehlerbeauftragte jeder einzelnen klinischen Abteilung unterstützen diese Prozesse.

In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen dar, welche Maßnahmen bereits im Klinikum Leverkusen und im Speziellen in der Abteilung für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie gelebt werden, um eine hohe Patientensicherheit zu gewährleisten.

Operationsplanung und -vorbereitung

  • Vorstellung des Patienten in Spezialsprechstunden mit Erläuterung der Therapiealternativen (einschließlich Modellen und Informationsbroschüren)
  • Aushändigung einer speziellen Waschlotion und einer Nasensalbe für Patienten, die eine Gelenkprothese erhalten sollen 
  • Unterstützung des Patienten, eine Zweitmeinung einzuholen
  • Indikationsbesprechung jedes einzelnen Patienten im Rahmen der 2x täglichen Röntgendemonstrationsbesprechungen mit den Oberärzten 
  • Individuelle Prothesenplanung mit einem digitalen Planungsprogramm (MediCad)
  • persönliche Vorstellung des Operateurs am Vortag oder am Tag der Operation 
  • Haarentfernung im Bereich des Operationsgebietes (falls notwendig) unmittelbar vor der Operation im Operationssaal (Verminderung des Infektionsrisikos)

Maßnahme zur Vermeidung von Eingriffsverwechslungen
(empfohlen durch das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.v.)

  • Verwendung von Patientenidentifikationsarmbändern bei allen stationären Patienten 
  • persönliche Identifikation des Patienten vor dem Aufklärungsgespräch, ausführliche persönliche Aufklärung über alternative Therapiemöglichkeiten und die allgemeinen und spezifischen Komplikationen (anhand spezieller Dokumentationsbögen) 
  • Seitenmarkierung mit einem nicht abwaschbaren Stift vor dem Eingriff 
  • WHO-Checkliste: Identifikation des richtigen Patienten für den richtigen Operationssaal unmittelbar vor dem Eingriff durch das einschleusende Personal und Dokumentation 
  • Team-Time-Out des Behandlungsteam im Operationssaal unmittelbar vor dem Operationsbeginn

Weitere Maßnahmen im Operationsbereich

  • Präoperative Antibiotikaprophylaxe nach aktuellen Leitlinien 
  • Zweite Gabe der Antibiotikaprophylaxe bei Operationsdauer > 2 Stunden
  • Intraoperative Lagerungsstandards (Festgehalten in einem Lagerungshandbuch) 
  • Operationen meist ohne Blutsperre (Verminderung des Thromboserisikos) 
  • Gabe von Tranexamsäure zur Verminderung des Blutverlustes bei großen operativen Eingriffen (z.B. Implantationen von künstlichen Gelenken) 
  • standardisierte Desinfektion vor der Operation nach internen Leitlinien, erstellt nach allgemein gültigen Hygienerichtlinien 
  • Verwendung von antiseptischen Inzisionsfolien bei Implantation von künstlichen Gelenken 
  • Verwendung doppelter Handschuhe, Handschuhwechsel und Saugerwechsel vor dem Einsetzen eines künstlichen Gelenkes 
  • Weichteilschonende Operationsmethoden 
  • Jet-Lavage (gründliche Spülung des Operationsgebietes) 
  • Zählkontrollen von Kompressen, Instrumenten und Nadeln am Ende jeder Operation durch 2 Personen des Pflegepersonals zur Vermeidung von vergessenen Fremdkörpern

Maßnahmen nach dem operativen Eingriff

  • Standardisierte Nachbehandlungsschemata für verschiedene operative Eingriffe
  • Festlegung des weiteren Prozedere durch den Operateur (Dokumentation in Operationsbericht oder Patientenkurve) 
  • Thromboseprophylaxe mit Tabletten nach geplanten Knie- und Hüftprothese, ansonsten durch subkutane Spritzen 
  • keine Saugdrainagen bei fast allen Operationen (Minderung des Infektionsrisikos)
  • frühzeitige Mobilisation nach Standards durch Physiotherapeuten und das Pflegepersonal 
  • Einschätzung des Sturzrisikos und Einleitung standardisierter Maßnahmen zur Prophylaxe und Therapie 
  • Einschätzung des Dekubitusrisikos und Einleitung standardisierter Maßnahmen zur Prophylaxe und Therapie

Während des gesamten stationären Aufenthaltes

  • Verringerung der Schnittstellenprobleme durch Zusammenführung von Pflege und ärztlichem Personal unter einer Organisationsstruktur 
  • Pfadkurven (standardisierte Behandlungsabläufe für bestimmte Erkrankungen/Behandlungen) 
  • Berücksichtigung der Hygieneleitlinien nach Empfehlung des Robert-Koch-Institute (Hygienekommission des Klinikum Leverkusen) 
  • standardisiertes MRSA Screening von Risikopatienten bei Notfällen und bei geplanten stationären Aufnahmen

Strukturelle und organisatorische Maßnahmen

Über 80% aller unerwünschten Ereignisse lassen sich auf Organisations- und Kommunikationsmängel zurückführen. Durch die Einrichtung von Zentren und Zertifizierungen werden hohe Qualitätsstandards gesetzt, die regelmäßig durch interne und externe Überprüfungen („Audits“) kontrolliert werden.


Durch die Zusammenführung von ärztlichem Personal und der Krankenpflege unter der Leitung des Klinikdirektors werden Kommunikationsbarrieren verringert. Bei der Bildung von Zentren werden verschiedene Berufsgruppen zusammengeführt mit dem Ziel einer optimalen und sicheren Betreuung der Patienten.

Zentren und Zertifizierungen

  • Westdeutsches Gelenkzentrum 
  • Westdeutsches Zentrum für Kindertraumatologie 
  • Zertifiziertes regionales Traumazentrum 
  • Zertifiziertes onkologisches Zentrum
  • Zertifiziertes Endoprothetikzentrum (EPZ Klinikum Leverkusen)
  • Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) 
  • Zertifizierung des gesamten Krankenhauses nach DIN EN ISO 9011:2008

Ausbildung des Personals

  • Regelmäßige interne Fortbildungen des ärztlichen Personals, des Pflegepersonals und des Patientenbegleitdienstes 
  • Regelmäßige Fortbildungen zu Hygienemaßnahmen und Gerätetechnik 
  • Unterstützung und Veranlassung von externer Fortbildung 
  • Spezialisierung der Oberärzte 
  • Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal

Als Fachärzte sind wir durch unseren Berufsverband verpflichtet, in einem bestimmten Umfang Fortbildungen zu absolvieren. Dies müssen wir in einem Abstand von fünf Jahren nachweisen. Darüber hinaus bilden wir uns intern fort und bemühen uns um die Ausbildung junger Mediziner. Täglich werden junge Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichem Ausbildungstand an die Aufgaben herangeführt, begleitet und in allen Bereichen unseres Fachgebietes geschult. Dies ist zwingend notwendig, um Ihnen als Patient auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Medizin anbieten zu können.

Umgang mit Problemen

  • Risikomanagement 
  • Internes Fehlermanagement (regelmäßige Sitzungen innerhalb der Abteilung) 
  • Beschwerdemanagement für Patienten 
  • tägliche Visiten mit Patientengesprächen 
  • tägliche Möglichkeit des Angehörigengespräches

Der Umgang mit Fehlern, Komplikationen und Beschwerden, die trotz vieler Maßnahmen nicht vollständig zu vermeiden sind, ist extrem wichtig. Neben strukturell-organisatorischen Maßnahmen ist die innere Einstellung, das Bewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters entscheidend. Neben der notwendigen medizinischen Behandlung ist vor allem das intensive Gespräch und die gute Kommunikation von großer Bedeutung.

Weiterentwicklung

Auch wenn schon viele Maßnahmen für Ihre Sicherheit vorhanden sind und gelebt werden, wollen wir uns immer noch verbessern. Alle Prozesse werden ständig überarbeitet und den aktuellen Standards angepasst. Aktuell arbeiten wir an einer Informationsbroschüre zu den von uns im Krankenhaus verordneten Medikamenten, um die Patienten besser über die Wirkungen und auch Nebenwirkungen zu informieren, dies betrifft vor allem die Schmerzmedikation und die Thromboseprophylaxe.


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