Klinikum Leverkusen (Textversion)


Navigation: Startseite - Menü - Nutzungshinweise Neues aus der Urologie 10-2020 - Klinikum Leverkusen
Bild: Logo - Klinikum Leverkusen Bild: Logo - Klinikum Leverkusen Bild: Logo - Klinikum Leverkusen Bild: Klinikum Leverkusen - Mittelpunkt im Gesundheitspark

Aktuelles aus der Urologie

Trotz Corona steuert die Urologie auf Rekordkurs

Bild: Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres freut sich über viele Patienten in seiner Klinik.

Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres freut sich
über viele Patienten in seiner Klinik.

Klinik verzeichnet im Klinikum zweitgrößte Fallzahl nach der Kardiologie


Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 hat die Urologie bislang in diesem Jahr nur 9 Patienten weniger aufgenommen als 2019 – und der Trend zeigt nach oben.


„Es ist ja nicht nur ein Corona-Jahr, sondern auch ein Chefarztwechsel-Jahr. Zusätzlich fiel eine Oberärztin wegen Schwangerschaft aus. Das Team hat diese Situation imponierend gemeistert und sehr hart gearbeitet“, lobt Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres. Die Prognose für 2020 zeige sogar, dass die Klinik vielleicht sogar besser abschneiden könnte als im bisherigen Rekordjahr 2019. „Breites operatives Spektrum auf qualitativ höchstem Niveau, großes Engagement, gute Strukturen und eine intensive Kommunikation mit den Einweisern – das sind die Gründe.“


Derweil steigen die Zahlen mit SARS-Covid-19-Infektionen wieder an. Das hat auch Konsequenzen für die Abläufe im Klinikum Leverkusen. Jeder Patient, der stationär behandelt wird, wird bei seiner Aufnahme im Klinikum auf den Sars-CoV-2 Erreger getestet. (Text: fgr, Foto: KL)

Urologie setzt Thulium-Laser für BPS und komplexe Steine ein

Bild: Über erste Erfahrungen mit dem Thulium-Laser in der Steintherapie berichtet Oberarzt Dr. Konrad Lang.

Über erste Erfahrungen mit dem Thulium-Laser
in der Steintherapie berichtet Oberarzt
Dr. Konrad Lang.

Klinik erprobt ein Thulium-Fiber-Laser-Leihgerät und plant einen Neukauf


Im Oktober hat die Urologie mit dem Testbetrieb des Thulium-Lasers in den Indikationen Prostataenukleation und Steintherapie begonnen. Derzeit denkt das Klinikum über den Kauf des neuen Laser-Systems Soltive® nach.


„Die Lernphase und die wissenschaftliche Auswertung werden wir in Kooperation mit der Urologischen Universitätsklinik Frankfurt angehen“, berichtet Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres. Im Gegensatz zum Holmium-Laser schneide der gepulste Thulium-Laser mehr und verfüge über viel bessere Koagulationseigenschaften, so Dr. Porres. Außerdem eröffnen die Einstellungen aus Sicht der Urologen enorme Potenziale für Frequenz und Leistung. So werde die Laser-Enukleation immer mehr zum neuen BPS-Standard – gerade für große Drüsen ab 80-100 Gramm. Das bringe nicht nur für die Prostataenukleation große Vorteile, sondern auch für die Steintherapie.


„Der Thulium-Laser ist auch in der Steintherapie interessant und verfügt über ein großes Potenzial. Hohe Frequenz und niedrigere Energie deuten auf eine schonendere Form der Behandlung hin“, stellt Oberarzt Dr. Konrad Lang fest. Durch die kleinere Laserfaser sei eine tendenziell bessere Spülung im Vergleich mit der größeren Faser des Holmium-Lasers möglich. „Für extreme Ausgusssteine könnte es eine deutlich schnellere Behandlung als die ESWL sein und eine deutlich weniger invasive als die perkutane Nephrolitholapaxie.“ (Text: fgr, Foto: KL)

Prostatazentrum schaffte UROCERT-Rezertifizierung bis 2023

Bild: Über die UROCERT-Rezertifizierung freut sich die Zentrumskoordinatorin und Oberärztin Dr. Verena Prior.

Über die UROCERT-Rezertifizierung freut sich
die Zentrumskoordinatorin und Oberärztin
Dr. Verena Prior.

Klinik wies gute Behandlungsqualität und intensive Kooperation mit Niedergelassenen nach


Der UROCERT-Verband betrachtet ein Prostatazentrum transsektoral und legt besonderes Gewicht auf die Kooperation der Krankenhäuser mit den niedergelassenen Urologen.


Die Zertifizierung senkt aber auch den Dokumentationsaufwand über strukturierte Zertifizierungsmaterialien. Die Qualitätsprüfung erfolgt auf der Basis von ISO 9001: 2015. Die Zentrumskoordinatorin Dr. Verena Prior sieht den wesentlichen Vorteil der Zertifizierung in der „Standarisierung der Abläufe“. „Viele Patienten können in kürzerer Zeit mit hoher Qualität versorgt werden. Messbar ist das an der stetig kürzeren Liegedauer nach Prostataoperationen. Auch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, insbesondere der Onkologie, der Strahlentherapie und den niedergelassenen Zentrumspartnern, ist intensiver geworden. Dies spiegelt sich in der wöchentlichen Tumorkonferenz, an der in der Regel Kollegen aus allen Bereichen teilnehmen.“


Dr. Prior weist auch auf die gut besuchten Patientenveranstaltungen der Klinik sowie auf jährliche Patientenbefragungen hin. „Wir verfolgen zusätzlich regelmäßig die Auswertungen der Krankenkassen - z.B. die AOK Befragung. Aus den Analysen werden dann Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, sodass wir uns in einem permanenten Zyklus zur Verbesserung unserer Qualität befinden“, unterstreicht Dr. Prior. Die leitliniengestützte Behandlung in Zentren verbessert die Orientierung und stärkt zudem die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber den Kostenträgern (Text: fgr, Foto: KL)

DKG-Zertifizierung soll bis Jahresende erreicht werden

Bild: Oberarzt Dr. Tobias Kowalke organisiert die DKG-Zertifizierungen für Prostata, Blase und Niere.

Oberarzt Dr. Tobias Kowalke organisiert die
DKG-Zertifizierungen für Prostata, Blase und
Niere.

Klinik strebt Status als bundesweit zweites Organzentrum für Prostata, Blase und Niere an


Unter der Federführung von Oberarzt Dr. Tobias Kowalke läuft die Zertifizierung der Klinik bei Onkozert als Organzentrum der Deutschen Krebsgesellschaft für Prostata, Harnblase und Nieren trotz Corona auf Hochtouren.


Im Klinikum Leverkusen gibt es Pläne, ein umfassendes onkologisches Zentrum aufzubauen. Der ärztliche Direktor Prof. Utz Krug hat in Kooperation mit einer Unternehmensberatung die Aufgabe, einen Stellen- und Investitionsplan für ein solches onkologisches Zentrum im Klinikum vorzulegen. „Unabhängig davon strebt die Klinik für Urologie die drei Organzertifizierungen an, die dann eventuell später in das größere onkologische Zentrum integriert werden können“, stellt Direktor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres fest.


Bislang sei dies ohne zusätzliche Kosten und Doppel-Dokumentation erreicht worden. „Das hat natürlich für eine zusätzliche Arbeitsbelastung gesorgt, die aber vom Team glänzend getragen worden ist“, lobt Porres. Die Klinik verfügt über das notwendige Spektrum in den drei Tumorentitäten, die erforderlichen Fallzahlen und das Kommunikationskonzept mit den Partnern. Das schließt auch die Pathologie, die Strahlentherapie, die Radiologie Med360Grad an den Standorten Gesundheitspark Leverkusen und Köln Rodenkirchen sowie die urologische Praxis von Dr. Michael Stephan-Odenthal im Gesundheitspark ein.


„Die internen Vorbereitungen sind abgeschlossen und wir hoffen auf das Audit im Dezember und die Zertifizierung bis Jahresende“, unterstreicht Dr. Porres. Nach der urologischen Universitätsklinik Köln wäre die Leverkusener Urologie die bundesweit zweite Einrichtung mit drei urologischen Onkocert-Organzentren – ein großer Schritt. (Foto Klinikum, Text: fgr)

Autologe Mundschleimhauttransplantation noch 2020?

Bild: Noch 2020 plant die Klinik für Urologie mit dem Start der autologen Mundschleimhaut- Transplantation.

Noch 2020 plant die Klinik für Urologie mit
dem Start der autologen Mundschleimhaut-
Transplantation.

Schonende Gewebeanzüchtung (MucoCell®) im Labor zur Therapie von Strikturen der Urethra


Nach der positiven Nachricht des Herstellers und der in Kürze erwarteten Genehmigung durch die Kölner Bezirksregierung plant die Klinik für Urologie noch 2020 den Start der autologen Mundschleimhaut-Transplantation.


„Die Fallzahl der Urethra-Chirurgie mit klassischer Mundschleimhaut hat sich bei uns erhöht“, freut sich Klinikdirektor PD Dr. Daniel Porres. Jetzt liege auch der finale Vertragsentwurf des Herstellers vor. Die Klinik hat nochmal alle Unterlagen bei der Kölner Bezirksregierung eingereicht, um die Zertifizierung als Entnahmezentrum zügig zu erhalten. Allerdings wird die autologen Mundschleimhauttransplantation im Regelfall nicht kostenlos sein. Der private Eigenanteil der Patienten wird ca. 4.000 Euro pro Patient betragen, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht nach einem präoperativ einzureichenden Antrag übernimmt. Allerdings plant die Klinik die Teilnahme an einer Studie „Klassische Mundschleimhaut vs. MucoCell®“. Dann wäre MucoCell für die in die Studie eingeschlossenen Patienten kostenlos.


Der Goldstandard der Urethra-Striktur ist aufgrund der hohen Rezidivhäufigkeit nicht mehr die Schlitzung, sondern die offene Rekonstruktion. Kurze Engstellen kann man mit Hilfe einer End-zu-End-Anastomose überbrücken, so Dr. Porres. Wenn ein Zwischenstück erforderlich ist, hat sich die Mundschleimhaut als bestes Material erwiesen. „Bei langstreckigen Verengungen der Urethra muss entsprechend viel Mundschleimhaut entnommen werden. Das kann zu Problemen wie Narbenbildung, Taubheitsgefühl und Schluckbeschwerden im Mund führen. Das MucoCell® erlaubt eine kleine Biopsie der Mundschleimhaut, aus der dann im Labor durch autologe Zellproliferationen ein 4,5 mal 3,0 cm großes Gewebestück gezüchtet und operativ eingesetzt werden kann“, erläutert Dr. Porres den Ablauf.


Man kann beliebig große Gewebestücke mit dieser Technik anzüchten. „Der Vorteil der autologen Mundschleimhaut-Transplantation ist die Reduzierung des Traumas an der Entnahmestelle im Mund“, so Dr. Porres. Das Labor-Verfahren sei ein Fortschritt in der rekonstruktiven Chirurgie der Urethra. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

Virtuelles Patientenseminar zum PCa kam gut an 

Bild: Urologe und Patient: Über die Abläufe in der Klinik informierten sich viele Patienten online beim ersten virtuellen Patientenseminar.

Urologe und Patient: Über die Abläufe in der
Klinik informierten sich viele Patienten online
beim ersten virtuellen Patientenseminar.

Klinikdirektor informierte im Netz verständlich über das Krankheitsbild und den Ablauf der klinischen Behandlung


Etwa 35 Patienten schalteten sich dazu, als Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Daniel Porres im Rahmen einer Cisco-Webex-Videokonferenz eine Stunde über das Thema „Prostatakrebs besser erkennen und heilen – gezielte Diagnostik und schonende Therapie im Klinikum Leverkusen“ referierte.


Das positive und lebhafte Feedback ließ den Schluss zu, dass der Vortrag laienverständlich war und gut ankam. Die Fragen der Patienten kreisten um die Früherkennung, also PSA-Bestimmung und MRT-Fusionsbiopsie, sowie den Erhalt von Kontinenz und Erektionsfähigkeit nach radikaler Prostatektomie. Außerdem gab es Fragen zur Physiotherapie prä- und postoperativ.


„Ein Patient war drei Tage vor der Videokonferenz entlassen worden, ein zweiter wurde in wenigen Tage stationär bei uns aufgenommen. Beide interessierten sich für das Thema aus ihrer zeitlichen und persönlichen Perspektive. Dadurch entstand eine schöne Rundum-Information mit allen wichtigen Aspekten prä- und poststationär“, freut sich Dr. Porres.


Die positive Resonanz brachte die Klinik auf den Gedanken, das Patientenformat weiter auszubauen. „Wir könnten kurze Online-Events zu unseren Top-Indikationen produzieren und über Krankheitsbild, Therapie und den Ablauf im Klinikum informieren“, so Dr. Porres. Die Aufzeichnung steht dann auch weiteren Patienten auf der Homepage der Klinik zur Verfügung. Das ist eine fundierte Patienteninformation in moderner digitaler Form, die aus Sicht der Klinik zeitgemäßer ist als ein regulärer Flyer.


Die nächste Episode der Patienten-Webinare wird sich im vierten Quartal um das interdisziplinäre Thema Urogynäkologie und Harninkontinenz drehen. Im Chat wird dann u.a. Oberärztin Dr. Verena Prior Rede und Antwort stehen. (Foto: Klinikum, Text: fgr)

10-2020. Redaktion, Text und Lektorat im Auftrag von Priv.-Doz. Dr. Porres: Franz-Günter Runkel, Medical Communications, Externer Link: fgrunkel.wordpress.de, E-Mail franz-guenterf080156fa210475e82611369765e1a7f.runkel@f7b5bec23a964408aec86336ea5e4a51web.de

Aktuelle Besuchsregeln

Zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind in den Leverkusener Krankenhäusern weitere Einschränkungen von Besuchen und Begleitungen notwendig.

  • Besuch nur durch bestimmte Personen bzw. auf bestimmten Stationen möglich.*
  • Besuchszeiten 15:00 - 19:00 Uhr.
  • Nur nach erfolgreicher Registrierung vorab am Eingang A (Drehtür, Nähe Restaurant)
  • Besuch bei geplanten Aufnahmen erst ab dem 4. stationären Tag

Das Formular können Sie hier vorab herunterladen, ausdrucken und ausgefüllt mitbringen.

Es gilt:

  • Nur ein erlaubter Besucher pro Tag für max. eine Stunde in der Zeit zwischen 15-19 Uhr!*
  • Maskenpflicht für alle überall! Alle Mitarbeiter, Patienten und Angehörige müssen im Gesundheitsparks und in allen Gebäuden Mund-Nase-Schutz tragen. Bitte beachten Sie, dass Masken mit Ausatemventil nicht erlaubt sind!
  • Handdesinfektion! Bitte desinfizieren Sie sich beim Betreten und Verlassen des Klinikums die Hände.
  • Keine Begleitung ins Krankenhaus, weder zur Operation noch zur Sprechstunde. Eine Ausnahme wird nur bei hilfsbedürftigen Patienten gemacht.*

* Alle Kriterien, Ausnahmeregelungen und Informationen finden Sie in den ausführlichen Besuchsregeln.

Ausführliche Besuchsregeln

Direktnavigation: Impressum - Übersicht - Zur normalen Darstellung